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Zeitweise halte und züchte ich einige Phasmiden; wie die Vietnamesische- oder die Indische Stabschrecke. Phasmiden kann man in drei Formengruppen aufteilen: Die stabförmigen Arten (Stabschrecke), die Arten mit massigem Körper (Gespenstschrecke) und die Arten mit blattförmiger Gestalt (Wandelnde Blätter).

Es gibt weltweit über 2500 Arten. Manche Arten erreichen bis zu 30cm Körperlänge und sind damit die größten rezenten Insekten überhaupt. Die überwiegend nachtaktiven Insekten haben eine große Ähnlichkeit mit Pflanzenteilen (Pflanzenmimese).

Die Phasmiden gehören zu den Insekten mit unvollkommener Verwandlung. Im Gegensatz zu den Insekten mit vollkommener Verwandlung (Käfer, Schmetterlinge), fehlt ihnen das Puppenstadium. Für die Entwicklung im Ei und für die Zeit bis zum erwachsenen Tier kann man jeweils etwa drei bis sechs Monate ansetzen. Dann beginnt in der Regel nach vier Wochen die Eiablage bis zum Ableben. Die Lebensdauer der ausgewachsenen Weibchen liegt je nach Art zwischen drei und zwölf Monaten.

Die Larven streifen ihre zu eng gewordene Haut während ihrer Entwicklung mehrmals ab. Diesen Vorgang bezeichnet man als Häutung. Die Häutung stellt eine sensible Phase im Leben der Insektenlarven dar und spielt sich meist nachts ab. Zur Häutung hängen sich die Larven mit dem Körper nach unten an einen Ast. Die alte Haut platzt am Rücken auf und langsam gleitet das Tier heraus. Die neue Haut ist noch weich und dehnbar. Durch Aufnahme von Luft in den Darm "pumpt" sich die Larve von innen auf und "wächst". Nach dem Erhärten bekommt die Haut ihre endgültige Färbung. Sich häutende Tiere sind schutzlos und besonders gefährdet.

Die ausgewachsenen Weibchen werden ca. 2 Wochen nach der letzten Häutung geschlechtsreif. Weitere zwei Wochen später beginnen sie mit der Eiablage.

Fühlen sich Stabschrecken durch Feinde bedroht, nehmen sie sofort eine "Tarnhaltung" ein. Dies ist in dem Film links (Anklicken ca. 1,9 MB WMV) nach ca. 9 Sekunden gut zu erkennen. Diese "Tarnhaltung" können sie über mehrere Stunden beibehalten.


Zur Lamponius guerini geht es hier: KLICK.